Das Jahr 2008 war für die Wiener Linien besonders erfolgreich. Mehr als 803 Millionen Fahrgäste waren mit uns unterwegs. Ein neuer Rekord. Gut funktionierende öffentliche Verkehrsmittel steigern nicht nur die Umwelt- und Lebensqualität in der Stadt, sondern sie sind auch ein wichtiger Standortvorteil im internationalen Wettbewerb. Die Wiener Linien bauen ihr Netz konsequent aus und investieren massiv in Qualitätsverbesserungen. Allein 2008 haben die Wiener Linien ein Investment von knapp 412 Mio. EUR getätigt. Rund 205 Millionen davon sind in den U-Bahn-Neubau geflossen. 207 Mio. EUR wurden in neues rollendes Material bei U-Bahn, Bus und Straßenbahn sowie weitere Qualitätsverbesserungen wie zum Beispiel den Ausbau des Fahrgastinformationssystems investiert.
Auf unseren fünf U-Bahn-Linien, 28 Straßenbahn- und 84 Autobuslinien verzeichneten wir im Jahr 2008 an jedem Tag im Schnitt rund 2,2 Millionen Fahrten. Das Streckennetz unserer 117 Linien ist derzeit rund 934 Kilometer lang und verfügt über rund 4.400 Haltestellen. Ohne Wiener Linien hätte die Stadt um 1,5 Millionen Autofahrten mehr pro Tag zu verkraften. Um das zu bewältigen, wäre der Bau von zehn weiteren Südosttangenten notwendig.
Wien gehört weltweit zu den wenigen Ausnahmestädten, in denen Fahrgastzahlen und Marktanteile des öffentlichen Verkehrs in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen sind. Wien ist in Europa zudem die einzige Metropole, in der diesem Zuwachs im öffentlichen Verkehr ein noch größerer Rückgang des Anteils an privaten Autofahrten gegenübersteht. Wurden 1993 lediglich 29 % aller Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt und 40 % mit dem Auto, so hält der öffentliche Verkehr in Wien heute einen Marktanteil von 35 % und hat damit das Auto, das auf einen Anteil von 33 % kommt, deutlich überholt.
Seit 10. Mai 2008 können die Wienerinnen und Wiener mit den Zügen der Linie U2 über die Station Schottenring hinaus via Praterstern und Messegelände bis zum Ernst-Happel-Stadion fahren. Im Einzugsgebiet der U2-Verlängerung zum Stadion leben mehr als 90.000 Menschen. Wichtige infrastrukturelle Einrichtungen wie die Wiener Messe oder der künftige Standort der Wirtschaftsuniversität Wien können damit optimal erschlossen werden.
Mit der Eröffnung des neuen U2-Abschnitts vom Schottenring zum Stadion ist ein ganz entscheidender Teil der dritten Ausbauphase des Wiener U-Bahn-Netzes abgeschlossen. Nahtlos geht es mit der U2 weiter und in naher Zukunft werden Prater, Messegelände, Stadion, Lobau und Donauspital auf einer Linie liegen.
Ende September 2006 haben die Wiener Linien mit den Arbeiten für die weitere Verlängerung der U2 über die Donau in den 22. Bezirk zur Aspernstraße begonnen.
Die neue Strecke vom Stadion über die Donau bis zur Aspernstraße umfasst sechs Stationen und ist rund fünf Kilometer lang. Voraussichtlich schon im Oktober 2010 wird dieser Streckenteil mit Anschluss an den neuen ÖBB-Bahnhof Stadlau und das Donauspital fertig sein.
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