U-Bahn-Ausbau

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Image: Informationsbox: Vom Karlsplatz bis zum Stadion

Die U2-Station Stadion

Mit dem Konzept für die U2-Station Stadion präsentierten die Wiener Linien aus betriebstechnischer Sicht eine Weltneuheit. Lage, Architektur und Technik wurden vom ersten Planungsstadium an darauf ausgerichtet, dass in unmittelbarer Nähe Großveranstaltungen stattfinden, die auch eine entsprechend große Zahl an Fahrgästen mit sich bringen. Das Ziel lautete daher, einen schnellstmöglichen Abtransport von größeren Menschenmengen bei maximaler Sicherheit zu gewährleisten.

Die Station liegt nur rund 150 Meter vom Ernst-Happel-Stadion entfernt und ist als dreigleisige Hochstation mit zwei symmetrischen Mittelbahnsteigen und Abgängen an beiden Enden ausgeführt. Bei Events stehen pro Bahnsteig vier zusätzliche Zu- und Abgänge zur Verfügung. Das dritte Gleis stellt sicher, dass bei der Abfahrt eines Zuges Richtung Stadtzentrum auf der anderen Bahnsteigseite bereits ein leerer Zug zum Abtransport einfährt.

Wie effizient das Konzept funktioniert, konnten die Wiener Linien bereits im Härtetest beweisen: Bei der UEFA EURO 2008™ erreichte die U2 eine rekordverdächtige Personenbeförderungskapazität von mehr als 24.000 Fahrgästen pro Stunde.

Erdwärmenutzung

Nicht nur die Betriebskosten, sondern auch die Umweltbelastung so niedrig wie möglich halten – diese beiden Aspekte standen schon bei der Planung der neuen U2-Stationen im Mittelpunkt.

Die Wiener Linien leisten in diesem Bereich international viel beachtete Pionierarbeit. Sie setzten bei den vier tief liegenden U2-Stationen Schottenring, Taborstraße, Praterstern und Messe Prater mit der so genannten Erdwärmenutzung weltweit zum ersten Mal eine neue, zukunftsweisende Technologie ein (siehe ESYS) Wärme- und Umwälzpumpen transportieren die Wärme aus den umgebenden Erdschichten dorthin, wo sie benötigt wird. Dieses Prinzip lässt sich im Sommer zur Klimatisierung, im Winter zur Heizung der Stationsräume einsetzen. Gleichzeitig nutzt man auch die Wärme, die die Züge durch Antriebs- und Bremsenergieverluste beziehungsweise über ihre Klimaanlagen abgeben.

Die höheren Baukosten – bei Errichtung der Stationen wurden Betonteile (Schlitzwände) mit den nötigen Rohrleitungen ausgestattet – amortisieren sich bereits nach rund fünf Jahren. Da sich mit diesem System auch Stiegen und Freiflächen absolut emissionsfrei beheizen lassen, reduzieren sich damit auch der Aufwand beziehungsweise sinken die Ausgaben für den Winterdienst. Die Wiener Linien fahren so noch umweltfreundlicher.

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