
Am 10. Mai 2008 läuteten die Wiener Linien eine neue Ära des öffentlichen Verkehrs in Wien ein: Bürgermeister Dr. Michael Häupl eröffnete unter großem Besucherandrang feierlich den neuen Streckenteil der U-Bahn-Linie U2.
Im Rahmen der Eröffnungsfestivitäten wurde der Wiener Bevölkerung ein abwechslungsreiches Open-Air-Programm mit Musik und Unterhaltung bei allen neuen U2-Stationen geboten. Bis in den späten Abend hinein traten nationale und internationale Größen wie Mondscheiner, Opus, Mainstreet, Mark Medlock und Sister Sledge als Live-Acts auf.
Das verkehrswirksame Konzept der Wiener Linien war ein Erfolg auf der ganzen Linie: Nach nur fünf Jahren Bauzeit verbindet die erweiterte U2 mit ihren fünf neuen Stationen die Innenstadt über Praterstern und Messegelände mit dem Ernst-Happel-Stadion. Wer von der Innenstadt zu einem Fußballspiel fahren möchte, braucht nur 14 Minuten – und das ganz ohne Stress, Stau und Parkplatzprobleme. Die erste große Belastungsprobe hat die neu erweiterte U2 mit der UEFA EURO 2008TM im Juni 2008 bereits mit Bravour gemeistert.
Doch nicht nur Fußballfans dürfen sich freuen: Wichtige infrastrukturelle Einrichtungen wie die Messe Wien oder der künftige Standort der Wirtschaftsuniversität Wien können mit den Wiener Linien nun direkt erreicht werden.
Um die etwa vier Kilometer lange Teilstrecke betreiben zu können, war es notwendig, eine rund 2,1 Kilometer lange Gleisverbindung zwischen der Station Stadion und dem Betriebsbahnhof in Erdberg zu errichten.
Dazu mussten die Wiener Linien einen rund 1,7 Kilometer langen eingleisigen Tunnel quer durch den Prater graben. Das 416 Meter lange Rampenbauwerk wurde in offener Bauweise hergestellt.
Über diese „Nabelschnur“ lassen sich vor und nach einer Veranstaltung im Ernst-Happel-Stadion sehr rasch neue leere Züge zuführen, wodurch der Transport von Passagieren wesentlich beschleunigt wird.
Stadion: Die Station Stadion ist die vorläufige Endstation der U2. Sie wurde speziell für Großveranstaltungen konzipiert.
Krieau: Die Station Krieau wurde als Brückentragwerk mit Abgängen an beiden Bahnsteigenden errichtet. Aus Witterungs- und Schallschutzgründen ist sie – wie auch die anderen U2-Stationen in Hochlage – komplett eingehaust. Von der Station aus ist der Zugang zur Messe Wien direkt erreichbar.
Messe Prater: Auch von der Station Messe Prater ist der direkte Zugang zur Messe Wien möglich.
Praterstern: Die Station Praterstern bildet eine Einheit mit dem von der ÖBB neu gestalteten Bahnhof Wien Nord und ist gleichzeitig Schnittpunkt und Umsteigeknoten zur bestehenden Linie U1 beziehungsweise zu den Schnellbahnlinien.
Taborstraße: Als Modellprojekt von Wiener Linien und „Kunst im öffentlichen Raum“ ist an der Station Taborstraße ein Kunstwerk (permanente Emaille-Arbeit) zu bewundern: Auf 26 mal vier Metern erblüht „ein Garten (zum Beispiel)“ in den U2-Farben Weiß und Violett.
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